
„Der kommende Wagner-Göttervater heißt Thomas. Immer der Gesangslinie folgend, niemals forcierend, vor allem auch: in perfekter Wortdeutlichkeit. Aus der Sprache geboren und in subtiler dynamischer Schattierung redete die Verzweiflung des Göttervaters im großen Wotans-Monolog aus dem zweiten Aufzug der „Walküre“ zu den Hörern. Dominante Bühnenpräsenz verwandelte das Konzertpodium flugs in eine imaginäre Opernbühne. Satt in allen Registern, mit völlig homogenen Übergängen.“ 17.01.2024 Von Josef Schmitt, Die Presse
Thomas Weinhappel – gebürtiger Niederösterreicher – hat schon immer hohe Ansprüche an sich selbst gestellt. Seit seiner Zeit bei den Wiener Sängerknaben und später an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst, die er als Master of Arts mit Auszeichnung abschloss, hat sein natürlicher Optimismus seine Entschlossenheit geweckt, die Zukunft zu gestalten und gewaltige Herausforderungen anzunehmen.
Ermutigt durch den Wagner-Spezialisten Stefan Mickisch entwickelte er sich vom lyrischen zum Heldenbariton weiter. 2017 erhielt er die beiden hochrangigen tschechischen Opernpreise (»Thalia Award« mit dem Titel »Bester Opernsänger des Jahres« und »Libuska Award« für die außergewöhnlichste Rolleninterpretation) für seinen lyrischen Hamlet in Prag und Ostrava. Weiters beeindruckte er als Escamillo (Singapur 2016), Figaro (2018), Tarquinius (Ostrava 2018), Don Giovanni (Paris 2020) und Marcello (Wien 2022).
Vor allem in deutschen Rollen wie Donner, Amfortas, Wolfram, Telramund, Klingsor, Der fliegende Holländer, Wotan, Kaspar, Pizarro, Jochanaan und Mandryka begann er sich, mit unermüdlichem Ehrgeiz, selbst neu zu erfinden.
2023 war er bei den Festspielen Klosterneuburg (bei Wien) in Don Carlo als Posa und am National Centre for the Performing Arts (Peking) als Danilo (Die lustige Witwe) zu hören. 2024 hat er beim Wagnerfestival an der Staatsoper Sofia als Telramund (Lohengrin) debütiert und danach bei den Festspielen in Eutin (BRD) den Kaspar (Freischütz), für den er 2022 in Bremerhaven (D) besonders gelobt wurde, gesungen. 2025 folgte der Scarpia in Tosca an der Bühne Baden (bei Wien), danach Giorgio Germont in La Traviata beim Wiener Opernsommer 2025.
In der Spielzeit 2025/26 verkörpert Weinhappel ein weiteres Mal den Grafen Danilo im NCPA (Peking), mit einer Live-Übertragung im chinesischen Fernsehen. Weiters vertieft er seine Arbeit im dramatischen Fach als „Meister Florian“ in Schrekers Oper „Das Spielwerk und die Prinzessin“ an der Oper Halle (D), gefolgt von einem weiteren Debüt als Macbeth (Verdi) bei den Opernfestspielen Heidenheim (D).
Im August 2026 sang er einen Wagner und Verdi Konzertabend an der UNISA (University of South Africa) in Pretoria, wo er außerdem Masterclasses unterrichtete. Ebenfalls 2026 sowie erneut im März 2027 wird er als Amfortas in „Parsifal“ in Schottland auf der Bühne stehen. Im Juli 2027 folgt sein Debüt als Francesco Moor in Verdis Oper „I masnadieri“ bei den Opernfestspielen Heidenheim.
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